Bäume für die Bürger

So soll er aussehen, der  Weg der Artenvielfalt. Die DU hätte gerne, dass daraus ein respektabler Bürgerwald wird.

Mit Datum vom 10. Juli 2019 haben „Die Unabhängigen“ einen Antrag zur Schaffung eines Bürgerwaldes eingebracht. Die Idee eines Bürgerwaldes war vor vielen Jahren schon mal von der SPD-Stadträtin  Ursula Kastner zur Diskussion gestellt aber nie umgesetzt worden. Die DU hatte diese Idee, aufbauend auf einem bereits bestehenden Konzept des Stadtgartenamts, ergänzt und aktualisiert. Jetzt meldet die Stadt Vollzug.

Die Pressemitteilung der Stadt

BAYREUTH – Ein sogenannter „Weg der Artenvielfalt“ wird künftig als attraktive Fußverbindung den Ökologisch-Botanischen Garten der Universität Bayreuth mit dem Areal des städtischen Tierparks Röhrensee verbinden. Gestaltet wird die neue Verbindung unter anderem mit Baumpflanzungen entlang der Thiergärtner Straße. Über 40 Laubbäume aus ganz Europa werden dort im Herbst durch das Stadtgartenamt gepflanzt. Hierfür sucht die Stadt unter Bayreuths naturliebenden Bürgerinnen und Bürgern Interessenten für Baumpatenschaften.

Die Bäume entlang des Weges am Studentenwald stehen stellvertretend für die Biodiversität der Pflanzen und laden zum Vergleich der Arten und Formen ein. Schilder an den Bäumen erleichtern die Bestimmung und informieren über die Besonderheiten der jeweiligen Art. Darunter werden „alte Bekannte“ wie die Rotbuche, Stieleiche und Rosskastanie sein, aber auch weniger geläufige Exemplare wie die Moorbirke, Esskastanie, Mispel und Elsbeere bis hin zu echten Raritäten wie dem Schneeblättrigen Ahorn oder dem Dreilappigen Apfel.

Patenschaften möglich

Für einen oder mehrere der insgesamt 41 Bäume können Naturfreunde eine Patenschaft erwerben. Mit der einmaligen Zahlung deckt das Stadtgartenamt die Kosten für die Beschaffung des Baumes, die Pflanzung an einem vorgegebenen Standort einschließlich der Verankerung des Baumes sowie seine Pflege bis Herbst kommenden Jahres. Die Höhe des Betrages richtet sich nach der Größe wie auch nach der Seltenheit des Baumes. Die Spanne liegt zwischen 150 und 600 Euro. Für 50 Euro pro Jahr kann auch in den Folgejahren eine Patenschaft für den Baum übernommen werden. Sie stellt dann die Pflege für weitere zwölf Monate sicher. Darin enthalten sind das Gießen, die Kontrolle der Verankerung sowie eventuell erforderliche Schnittmaßnahmen.

Schöne Geschenkidee

Solche Baumpatenschaften sind auch als Geschenkidee geeignet – etwa für Hochzeiten, Geburten, ein Firmenjubiläum oder einen runden Geburtstag. Eine Baumpatenschaft hilft darüber hinaus, Bayreuth ein Stück grüner zu machen und Freude an seltenen, interessanten Baumarten zu wecken. Außerdem bietet das Stadtgartenamt an, den Namen des Baumpaten für die Dauer der Patenschaft auf einem kleinen Schild am Baum anzubringen. Ab dem kommenden Jahr ist jeweils im Frühling ein Treffen aller Baumpaten geplant.

Hier gibt es mehr Infos

Weiterführende Infos zu der Aktion hat die Stadt im Internet auf der Homepage des Tierparks Röhrensee unter www.tierpark-roehrensee.de  zusammengestellt. Dort sind die Baumpatenschaften im Einzelnen aufgelistet. Interessenten können sich informieren, für welche Baumarten zu welchem Preis noch Patenschaften vergeben werden können. Für Auskünfte steht auch das Stadtgartenamt unter Telefon 0921 7380-11 zur Verfügung.

Der Antrag der DU

Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,
bereits im Herbst vergangenen Jahres ist beschlossen worden, dass die Bereiche Röhrenseepark und Botanischer Garten der Universität besser vernetzt werden sollen. Nach unserer Information plant das Stadtgartenamt entlang der Thiergärtner Straße zwischen den Berteichen Röhrenseepark und der Einfahrt zur Kleingartenkolonie Schwedenbrücke einen „Weg der Vielfalt“. Dazu sollen im kommenden Jahr, wenn der Pachtvertrag für das Grundstück ausgelaufen sein wird, auf dem im vergangenen Jahr Sonnenblumen, in diesem Jahr Mais angepflanzt wird, 35 verschiedene europäische Laubbäume in kleineren Gruppen gepflanzt werden. Das Feld dahinter soll dann Freifläche bleiben. Es wäre wunderbar, wenn dort eine blühende Wiese entstehen würde.

Die Fraktion von DU/FDP begrüßt diese Pläne des Stadtgartenamtes ausdrücklich und pocht auf Umsetzung; vor allem die Tatsache, dass damit auch ein Rundweg unter Einbeziehung des Ökologisch-Botanischen Gartens der Universität entstehen könnte, ist interessant.

In Ergänzung zu diesen Plänen beantragt die Fraktion von FDP/DU

  1. die Schaffung eines Bürgerwaldes– eine Idee, die vor vielen Jahren schon die SPD-Stadträtin Ursula Kastner eingebracht hatte. Mit einem solchen Bürgerwald soll Bayreuther Bürgerinnen und Bürgern z.B. anlässlich einer Geburt oder einer Hochzeit, Unternehmen, Vereinen (zu bestimmten Jubiläen) und Institutionen die Gelegenheit gegeben werden, einen oder mehrere Bäume zu pflanzen. Auch Ersatzpflanzungen für eventuell andernorts zu fällende Bäume könnten dort vorgenommen werden. Zu prüfen ist, ob auf einer Tafel die Baumpaten aufgelistet werden können. Ein solcher Bürgerwald ist gut für die Bürger und gut fürs Stadtklima. Daher sollen auch Pflege und Unterhalt dieses Bürgerwaldprojektes vom Stadtgartenamt übernommen werden.
  2. Als Standort bitten wir die Verwaltung zu prüfen, ob der Bereich zwischen Thiergärtner Straße und Pottensteiner Straße (also im Bereich des „Finsteren Weihers“) in Frage kommen könnte.
  3. Alternativ bitten wir um Vorschläge seitens der Verwaltung, wo sonst der Bayreuther Bürgerwald entstehen könnte.

Unser Fazit: Gut, dass das Projekt jetzt angepackt werden kann.

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