Ein paar Worte zur Wahlempfehlung

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Der Unveröffentlichte

Schade eigentlich, dass der Nordbayerische Kurier offenbar kein Plätzchen mehr für meinen Leserbrief gefunden hat. Obwohl wir doch die Debatte, ob Wahlempfehlungen nötig, sinnvoll oder eine Gemeinheit  sind, gerne bereichert hätten durch unsere Sicht der Dinge.  Aber wenn der KURIER unsere Stellungnahme nicht bringen will, dann bringen wir sie eben. Hier der unveröffentlichte Leserbrief „Warum die ganze Aufregung?!“ von Gert-Dieter Meier:

Ich verstehe die Aufregung über die Wahlempfehlung zugunsten Thomas Ebersberger nicht. Es ist – siehe Kulmbach – ein völlig normaler politischer Vorgang, dass (unterlegene) Parteien und Gruppierungen sich bei einer Stichwahl gezielt für einen Bewerber aussprechen. Sie können das tun, müssen es aber nicht. In diesem Zusammenhang sei daran erinnert, dass 2012 sich sowohl SPD, als auch die Grünen eine Empfehlung für Frau Merk-Erbe ausgesprochen hatten. Warum sie das heute nicht mehr tun, darauf mag sich jeder seinen eigenen Reim machen.

Wir Unabhängigen haben, gestützt auf ein entsprechendes Votum des DU-Vorstands, aus freien Stücken eine Wahlempfehlung ausgesprochen. Eine Wahlempfehlung FÜR Thomas Ebersberger, aber nicht GEGEN Brigitte Merk-Erbe. Und wir würden es auch noch einmal tun. Warum? Weil wir der Ansicht sind, dass wir unsere Ziele und Vorstellungen für Bayreuth mit Thomas Ebersberger am ehesten umsetzen können. Und weil ich persönlich Thomas Ebersberger seit rund 30 Jahren kenne und ihn – auch als Journalist – als fairen, kompetenten und seriösen Gesprächspartner schätze. Ich vermag auch nichts Falsches daran zu erkennen, diese unsere Haltung publik zu machen, im Gegenteil: Unsere/alle Wähler sollen ruhig wissen, was wir tun. Das ist für mich ein Gebot der Fairness und der Transparenz den Wählerinnen und Wählern gegenüber. Ob das Foto nun ein gelungenes oder misslungenes ist und dass es ein Vorschlag des Fotografen war, sich auf die Brücke zu stellen, geschenkt!

Wenn nun behauptet wird, das sei eine fiese Bevormundung der Wählerschaft, dann würde ich antworten: Mumpitz! Ich lese doch auch Kino-, Buch- oder Restaurantempfehlungen und setze mich damit auseinander, ohne mit gleich verpflichtet zu fühlen, ins Kino, in  den Buchladen oder ins Restaurant stürmen zu müssen. Das Schöne einer solchen Empfehlung ist ja gerade, sich damit auseinandersetzen zu können, ohne sich daran halten zu müssen. Ich halte das so: ich lese, überlege. Und am Ende entscheide ich. Meine Bitte ist daher: Sehen Sie die Wahlempfehlung doch einfach, als was sie gedacht ist. Als Beitrag zu Ihrer Entscheidungsfindung. Ich wünsche Ihnen am Sonntag eine gute Wahl!

Gert-Dieter Meier
OB-Kandidat und Neu-Stadtrat der „Unabhängigen“

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